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Die Scanner
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Die Scanner ist ein dystopischer Jugendroman von Martin Schäuble. VerÜffentlicht wurde er 2014 unter dem Pseudonym Robert M. Sonntag in der Reihe Die Bßcher mit dem blauen Band beim S. Fischer Verlag (Fischer KJB). 2019 erschien das Buch Die Gescannten (ebenso bei S. Fischer).cite-ref-1[1]
Contents
⢠Handlung
⢠Begriffe
⢠Orte
⢠Figuren
⢠Bezßge
⢠Rezension
⢠Auszeichnungen
⢠Ausgaben
⢠Weblinks
⢠Belege
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Handlung
Rob und sein Freund Jojo arbeiten als Buchagenten fĂźr die Scan AG,cite-ref-2[2] das heiĂt, sie suchen Menschen, die BĂźcher lesen, und scannen diese, um den Menschen das âallumfassendeâ Wissen bereitzustellen. In einem Metrogleiter treffen sie auf einen geheimnisvollen Mann, dessen Name Arne ist, und da Arne gerade ein Buch liest, versuchen Rob und Jojo es ihm mit sehr viel Geld abzukaufen. Arne gibt es ihnen mit der Bedingung, es zu lesen. Er hinterlässt Rob eine Nachricht, in der eine Aufforderung zu einem Treffen steht. Kurze Zeit später erfährt Rob, dass Arne ein gesuchter Terrorist ist, auf den eine Belohnung von 500.000 ausgesetzt ist. Er beschlieĂt, zu dem Treffen zu gehen mit der Absicht, die 500.000 fĂźr seine Ergreifung zu bekommen.
Bei dem Treffen stellt sich heraus, dass Arne der Chef der Geheimorganisation âBĂźchergildeâ ist, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die letzten BĂźcher zu bewahren und zu schĂźtzen. Da auch Robs alte Lieblingsprofessorin bei der BĂźchergilde ist und er neugierig ist, will er sie zunächst nicht verraten. Auf dem Weg im Metrogleiter zu einem Arbeitstreffen fällt der Strom aus, und er kommt mit einer Frau namens Fanni ins Gespräch und verliebt sich in sie. Angeblich, so heiĂt es in den Medien, handelt es sich bei dem Stromausfall um einen Anschlag der BĂźchergilde. Als Rob nach einer Feier auf der Toilette aufwacht, bekommt er eine Unterhaltung zwischen Nomos, seinem Chef, und einem Unbekannten mit, in der es um etwas geht, das am nächsten Tag um 12 Uhr geschehen soll. Nachdem er einen Brief erhalten hat, in dem Fanni schreibt, dass sie auch der BĂźchergilde angehĂśrt, trifft Rob sich ein zweites Mal mit Arne. Bei diesem Treffen erfährt er, dass die BĂźchergilde nicht schuldig an dem Anschlag ist. In der geheimen BĂźcherei zeigt Arne Rob drei BĂźcher: Fahrenheit 451, SchĂśne neue Welt und 1984, wobei er Rob erzählt, dass in diesen BĂźchern bereits prophezeit worden sei, was einmal mit der Welt geschehen werde, wenn die BĂźcher zerstĂśrt und wenige Medienkonzerne die Kontrolle Ăźber die Menschen Ăźbernehmen wĂźrden. Als Rob ihm von dem Gespräch mit dem Unbekannten und Nomos erzählt, fordert Arne ihn auf, er solle um 12 Uhr zu ihm kommen. Robs Freund und Kollege Jojo ist inzwischen Rob gegenĂźber sehr misstrauisch geworden und wundert sich, dass Rob Arne noch immer nicht angezeigt hat. Er hat jedoch zu wenig Zeit, sich darauf zu konzentrieren, weil er sehr mit seiner virtuellen Freundin Melli beschäftigt ist. Als er ein Video zugespielt bekommt, das sie mit einem anderen zeigt, nimmt er eine Ăberdosis der Droge Nador und stirbt. Auf Jojos âBeerdigungâ erfährt Rob allerdings, dass er und Jojo ebenfalls als Terroristen gesucht werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Jojo wirklich Selbstmord begangen hat, wird immer kleiner. Rob entscheidet sich, zurĂźck zu Arne zu gehen.
Durch die Hilfe einer Priesterin kann er vor der Polizei, genannt SAIV (Sabotagen-Abwehr und Informations-Verteidigung), fliehen. Als Rob im Versteck der Bßchergilde ankommt, wird er von einem Mitglied der Bßchergilde auf ein Pferd gesetzt und nach Camp Hope 48 geschickt. Von dort fährt er mit einem kleinen Boot weiter. Vor ErschÜpfung schläft er ein. Das Boot bringt ihn zu einer HÜhle, in der sich ein Versteck der Bßchergilde befindet. Als er wieder aufwacht, erklärt ihm Arne, dass hier schon lange zerstÜrte Bßcher reproduziert wßrden, und trägt ihm auf, seine Erlebnisse bei der Scan AG niederzuschreiben. So ist Rob zugleich Hauptperson und Autor des Buches.
Begriffe
⢠Ultranetz: Ultranetz ist das Internet der Zukunft und hat in dem Roman die Informationshoheit. AuĂerdem ist Ultranetz der Hersteller der Mobril.
⢠Mobril: Die Mobril ist eine interaktive Brille mit einem Touchpad an der Seite. Sie kann Bilder und Videos projizieren und Anrufe tätigen. Mobril ist mit dem Ultranetz verbunden und ihr Träger wird damit ßberwacht.
⢠Scan-AG: Die Scan-AG ist ein Teilunternehmen von Ultranetz, dessen Mitarbeiter fßr das Scannen von sämtlichen Printmedien zuständig sind. Dazu setzt die Scan-AG Buchagenten ein.
⢠Buchagenten: Buchagenten sind Angestellte der Scan-AG, die Ăźberall nach Printmedien suchen, die sie den Lesern abkaufen und scannen. Wenn die Leser ihre BĂźcher oder anderen Printmedien nicht an die Buchagenten verkaufen wollen, werden sie durch geschickte Strategien Ăźberzeugt oder â falls sie sich nachhaltig weigern â Nomos, dem Chef der Scan-AG, gemeldet und dann verfolgt.
⢠BĂźchergilde: Die BĂźchergilde ist eine Untergrundorganisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die BĂźcher zu schĂźtzen und die Firma Ultranetz zu stĂźrzen. Sie besteht aus Autoren, Bibliothekaren, Buchagenten und Verlagsvertretern. Sie wird von Arne Bergmann geleitet, der die letzte existierende Bibliothek verwaltet. Der Hauptsitz der BĂźchergilde liegt in der Kanalisation auĂerhalb der Stadt, wo alte Druckerpressen zum Verbreiten von BĂźchern stehen.
⢠Metro-Gleiter: Der Metro-Gleiter ist eine Art hochtechnisierte Magnetbahn, welche sehr schnell durch alle Zonen fährt und an vielen Haltestellen hält.
⢠Nador: Nador ist eine Droge, die es in allen Formen gibt und die zunächst fĂźr alte Menschen bestimmt ist. Sie soll, laut Werbung, satt und glĂźcklich machen. Eine Ăberdosis kann tĂśdlich sein. Deshalb ist sie auch fĂźr alle, die nicht im Altersheim leben, verboten. In der C-Zone gibt es einen Schwarzmarkt, bei dem auch Jojo das Nador kaufte, das ihn angeblich tĂśtete.
Orte
⢠A-Zone: In der A-Zone leben die Menschen, die sich Luxus leisten kÜnnen. In dieser Zone ist alles geordnet. Hier befindet sich auch die Hauptzentrale von Ultranetz.
⢠B-Zone: In der B-Zone leben die Menschen, die zwar genug Geld haben, um nicht in die C-Zone abzurutschen, aber nicht genug Geld haben, um in der A-Zone leben zu kÜnnen. Sie beherbergt die Mittelschicht der BevÜlkerung.
⢠C-Zone: Die C-Zone wird von AuĂenstehenden âChaos-Zoneâ genannt, denn die Regierung kĂźmmert sich nicht darum, hier fĂźr Ordnung zu sorgen. So sammelt sich alle Kriminalität in dieser Zone. Es befinden sich hauptsächlich Altersheime in dieser Zone, in denen die alten Leute âbetreutâ werden, indem man ihnen Nador gibt. AuĂerdem leben hier alle, die keinen Job, oder nicht genug Geld fĂźr eine Wohnung in der A- oder B-Zone haben. Am Rand der Zone gibt es eine Art Zeltstadt, in der Menschen, die sich nicht in die Gesellschaft eingliedern konnten bzw. nicht integriert wurden, leben, das Camp Hope 48.
⢠Camp Hope 48: Camp Hope 48 ist ein Bereich in der C-Zone, in dem sehr arme Menschen in kaputten Zelten und zerlumpten Kleidern leben. Ein Taxifahrer nennt diesen Bereich Zonenverteilung.
Figuren
Rob ist der Protagonist und ein junger Erwachsener. Er trägt eine Glatze und lebt in der A-Zone, wo nur Menschen leben, die privilegierter und reicher sind als der Durchschnitt. Von Jojo, seinem besten Freund, ist er ßberredet worden, fßr die Scan-AG zu arbeitencite-ref-3[3], weshalb er Bßcher finden soll und sie ihren Besitzern abkauft.
Rob kam nur zur Scan-AG, weil er sein Studium abbrechen musste. Er hat Altwissen studiert und konnte sich das wegen der steigenden StudiengebĂźhren nicht mehr leistencite-ref-4[4]. Aber sein Interesse an diesem Thema ist nicht erloschen. Sein neuer Arbeitgeber, Nomos, ist davon wenig begeistert. Er hält das Wissen, das dort vermittelt wird, fĂźr unnĂśtig und nicht mehr zeitgemäĂ. Das ist einer GrĂźnde, weshalb Rob seinen Chef nicht magcite-ref-5[5]. Ein anderer ist, dass er Nomos Art der UnternehmensfĂźhrung kritisch sieht. Das heiĂt aber nicht, dass er zu diesem Zeitpunkt die Ziele der Scan-AG ablehnt, denn er ist sehr Ăźberzeugt von Ultranetz und vielen anderen technischen Erfindungen, die in dieser Zeit wichtig sind.
Robs Familie besteht aus seiner Mutter und seinem Vater. Sein Vater arbeitet in der Firma, welche die Schienen fßr die Metro-Gleiter herstellt, baut und verlegt. Da Rob die schnelle Beschleunigung der Gleiter nicht gut verträgt, hält er auch nicht viel von der Arbeit seines Vaterscite-ref-6[6]. Sein Vater ist nicht viel Zuhause und Robs Beziehung zu ihm scheint kßhl zu sein. Seine Mutter hat einen Bßrojob, kßmmert sich nicht mehr viel um ihr erwachsenes Kind und beachtet Rob wenig.
Jojo ist Robs bester Freund, Nachbar und Arbeitskollege. Er ist einer der wenigen Menschen, die Rob in der realen Welt kennt und damit nicht nur ein Kontakt ßber einen Livestream auf einer Mobril oder in einem Chat.cite-ref-7[7] Rob streamt oft sein tägliches Leben ßber seine Mobril, das von einigen seiner 8500 bei Ultranetz registrierten Freundecite-ref-8[8] verfolgt wird. Da er sein Leben auf diese Weise teilt, sieht er keine Notwendigkeit, Menschen persÜnlich zu treffen. Seinem Vater gegenßber argumentiert er auch, dass die realen Treffen nur viel teurer wären.cite-ref-9[9]
Zu Beginn der Handlung ist Rob ein groĂer Verfechter der neuesten Technologien.
Man erfährt mehr Ăźber Rob, als Melli, Jojos Freundin, zum ersten Mal erwähnt wird. Er ist ein bisschen eifersĂźchtig auf die Beziehung zwischen den beiden. Aber es ist auch klar, dass er von so einer virtuellen Liebesbeziehung nicht viel hält, denn Jojo und Melli haben eine Ultranetz-Beziehung, das heiĂt, sie haben sich noch nie real getroffen.cite-ref-10[10] Daran wird deutlich, dass Rob zunehmend kritischer gegenĂźber der neuen Technik wird, die das Leben im Jahr 2035 bestimmt.
Der Leser erfährt noch mehr ßber Robs eigenes Liebesleben, als Fanni auftaucht. Sie treffen sich zum ersten Mal in einem stehengebliebenen Metro-Gleiter. Rob findet sie hßbschcite-ref-11[11] und sie unterhalten sich unbeobachtet und lange ßber sehr private Dinge, weil auch noch der Strom ausgefallen ist. Rob verliebt sich in Fanni und Arne sagt ihm, dass sie ihn irgendwie mÜgen wßrde.cite-ref-12[12]
Zu Arne Bergmann und der Bßchergilde hat Rob eine besondere Verbindung. Wie auch Fanni trifft er Arne zum ersten Mal in einem Metro-Gleiter. Er liest ein Buch und Jojo und Rob wollen es ihm abkaufen.cite-ref-13[13] Diese erste Begegnung fßhrt zu einem zweiten Treffen, zu dem Rob nur geht, weil er das Kopfgeld in HÜhe von 500.000 Euro, das auf Arne ausgesetzt ist, kassieren will.cite-ref-14[14] Dort stellt er fest, dass seine alte Professorin von der Universität ein Mitglied der Bßchergilde ist, weil er ihre Stimme wiedererkennt. Sie bringt ihn dazu, sich mehr mit der Bßchergilde zu beschäftigen.cite-ref-15[15] Je mehr er sich auf die Bßchergilde einlässt, desto mehr gefällt ihm, was sie mit ihren Aktionen erreichen wollen.cite-ref-16[16] Er merkt auch immer häufiger, dass er mit seiner Arbeit als Scanner nicht zufrieden ist. Nun befindet er sich in einer Zwickmßhle. Er braucht seinen Job, um sein Leben zu finanzieren, aber er findet ihn nicht besonders gut, auch, weil es zunehmend schwieriger wird, Leute zu finden, die sich Bßcher abkaufen lassen wollen.cite-ref-17[17] Er merkt langsam, dass er sich zwischen seinem Job und der verbotenen Organisation, der Bßchergilde, entscheiden muss.
Die stärkste emotionale Bindung hat Rob zu seinem besten Freund Jojo. Deshalb ist er bestĂźrzt, als herauskommt, dass Jojo Selbstmord begangen hat oder an einer Ăberdosis Nador gestorben ist. Das Thema Nador ist ein groĂer Streitpunkt zwischen den Freunden gewesen, da Rob gegen Drogen ist und Jojo Nador eingenommen hat.cite-ref-18[18] Rob hat sich schon länger Sorgen um Jojo gemacht, weil er weiĂ, dass die Droge schon viele Menschen ruiniert hat.
Die Tatsache, dass der Roman aus seiner Sicht geschrieben ist, macht es leicht, seine Gedanken und Handlungen nachzuvollziehen. Er wirkt abenteuerlustig, langweilt sich aber auch relativ schnell. Robs Charakter zeichnet sich dadurch aus, dass er sehr einfĂźhlsam, neugierig und freundlich ist. Er sorgt sich um seine Eltern, Jojo und Fanni. Aber er sorgt sich nicht nur um sie, sondern denkt auch kritisch Ăźber ihre Handlungen und sich selbst nach. Zu Beginn des Romans ist Rob kaum selbstkritisch, aber das ändert sich im Verlauf der Handlung. So reflektiert er zunehmend seinen Job, sein Leben oder den Gebrauch seines Handys oder der Mobril, bis er schlieĂlich fĂźr die BĂźchergilde tätig wird.
Jojo ist ein junger Erwachsener in Robs Alter, der eine Glatze hat wie die meisten Bewohner der A-Zone. Er hat eine Freundin, die er ausschlieĂlich virtuell trifft, Melli. Von Beruf ist er ein Buch-Agent und damit Robs Arbeitskollege.
Bevor er bei der Scan-AG angefangen hat, hat er an einer Privatuniversität von Ultranetz studiert,cite-ref-19[19] die er aber verlassen musste, weil er im Unterricht nicht aufgepasst hat und zu viel spielte. Daraus kann man schlieĂen, dass er begabt ist, aber nicht sehr zielstrebig. Bei den Verkaufsgesprächen als Buch-Agent ist Jojo jetzt aber sehr zielstrebig und ehrgeizigcite-ref-20[20] und er glaubt an die Ziele von Ultranetz. Er ist von seinem Job Ăźberzeugt und nimmt ihn sehr ernst. Aber er sieht auch, dass es fĂźr ihn und Rob immer schwerer wird, anderen Menschen BĂźcher abzukaufen, weshalb er seine berufliche Zukunft pessimistisch sieht.cite-ref-21[21]
In seiner Freizeit hingegen lächelt er oft und ist nicht besonders ernsthaft, deshalb findet er auch viele Freunde. Nicht nur reale Freunde, sondern auch virtuelle im Ultranetz.cite-ref-22[22] Doch sein bester Freund ist Rob, sie sind fast wie Geschwister und sie kennen sich sehr gut.cite-ref-23[23] AuĂerdem ist er groĂzĂźgig, da er z. B. Rob den Job bei Ultranetz besorgt hat und ihn einmal im Monat zu einem Film in die Oase, einem Center fĂźr interaktive Filme, einlädt.cite-ref-24[24] Wahrscheinlich, weil er mehr Geld zur VerfĂźgung als Rob hat,cite-ref-25[25] denn er Ăźbernimmt viele Privataufträge fĂźr Ultranetz und arbeitet sehr viel. Er ist zwar unordentlichcite-ref-26[26], aber er ist auch schlau, interessiert sich fĂźr Technik und baut gern elektronische Geräte.cite-ref-27[27] Die Mobril trägt er immer und er hat ein Mobril-Abocite-ref-28[28], was er sich leisten kann, da er wohlhabend ist.
Melli ist seine Freundin, in die er sehr verliebt ist. Er trifft sie zwar nur virtuell Ăźber das Ultranetz, mĂśchte aber mit ihr seine Zukunft verbringen. Jojo konsumiert häufig Nador, weil er sich entspannen mĂśchte,cite-ref-29[29] und stirbt an einer Ăberdosis davon,cite-ref-30[30] nachdem er ein altes Video von Melli mit ihrem Ex-Freund auf seiner Mobril zu sehen bekommen hat. Weil zuvor auch Nomos plĂśtzlich verstorben ist, erscheint Jojos vermeintlicher Selbstmord in anderem Licht. Zumal Jojo und Rob kurz vorher von Ultranetz zu gesuchten Terroristen erklärt worden sind. Fraglich ist vor allem, warum das alte Video von Melli auf einmal auf seiner Mobril auftaucht.
BezĂźge
Das Buch hat drei berĂźhmte dystopische Romane als Vorbilder: Fahrenheit 451, SchĂśne neue Welt und 1984. Diese BĂźcher zeigen mehrere Parallelen zu den Scannern. In Fahrenheit 451 heiĂt die Hauptperson Guy Montag, in Die Scanner Robert M. Sonntag. Feuerwehrmänner durchsuchen dort Wohnungen nach BĂźchern und verbrennen sie dann, während die Buchagenten BĂźcher aufkaufen, sie einzuscannen und dann erst vernichten. In SchĂśne neue Welt gibt es eine verbreitete Droge, die die Menschen âglĂźcklichâ und apathisch macht, ähnlich Nador in Die Scanner. Es gibt in beiden BĂźchern eine Widerstandsbewegung gegen ein autoritäres Herrschaftssystem. AuĂerdem gibt es in beiden BĂźchern Zonenbereiche. In 1984 gibt es im Vergleich zu Die Scanner ebenfalls eine intensive Ăberwachung mittels elektronischer Geräte.
Rezension
⢠âMit âDie Scannerâ ist Robert M. Sonntag ein kluger und fesselnder Jugendroman gelungen, der mit spannenden Ideen Ăźberzeugt.â (Buchbegegnungen, 9. Juni 2013)
⢠âEin packender Zukunftsthriller, der durch seine viele klugen Ideen besticht. Visionär sehr zu empfehlen!â (Ravensburg-Newsletter, Mai 2013)
Auszeichnungen
⢠FĂźr Die Scanner erhielt Martin Schäuble den mit 5000 Euro dotierten âPreis des Wirtschaftsclubs im Literaturhaus Stuttgartâ 2013.cite-ref-31[31]
⢠Im April 2013 wurde der Roman in die Deutschlandfunk-Bestenliste âDie besten 7 BĂźcher fĂźr junge Leserâ aufgenommen.cite-ref-32[32]
Ausgaben
⢠Robert M. Sonntag: Die Scanner. Fischer KJB, Frankfurt am Main 2013, ISBN 978-3-596-85537-7.
⢠Robert M. Sonntag: Die Scanner. Fischer E-Books, Frankfurt am Main 2013, ISBN 978-3-10-402428-8.
⢠Robert M. Sonntag: Die Scanner. Fischer KJB Taschenbuch, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-596-81154-0.
⢠Robert M. Sonntag: Die Scanner. Fischer KJB Taschenbuch, Frankfurt am Main 2023, ISBN 978-3-596-85537-7.
Sekundärliteratur
⢠Unterrichtsmaterial fßr Die Scanner vom Krapp & Gutknecht Verlag: Unterrichtsmaterial. Die Scanner.
⢠Unterrichtseinheit fßr Die Scanner vom Landesbildungsserver BW: Unterrichtseinheit. Die Scanner.
⢠Unterrichtsmodell fßr Die Scanner vom S. Fischer Verlag: Unterrichtsmodell. Die Scanner.
⢠Beitrag ßber Die Scanner in der Fachzeitschrift Literatur im Unterricht von Sabine Anselm: Inhaltsangabe der Zeitschrift.
Weblinks
⢠Rezensionsnotizen zu Die Scanner bei Perlentaucher
⢠Interview mit Martin Schäuble ßber "Die Scanner" auf Youtube
⢠Leseprobe aus "Die Scanner" auf Youtube
Belege
cite-note-11. â Sonja StĂśhr: Ultranetz, Mobril und Denker. 25. März 2019, abgerufen am 9. Mai 2019.
cite-note-33. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 13.
cite-note-44. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 14/15.
cite-note-55. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 37.
cite-note-66. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 24.
cite-note-77. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 59.
cite-note-88. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 15.
cite-note-99. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 30.
cite-note-1010. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 42.
cite-note-1111. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 83 ff.
cite-note-1212. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 110.
cite-note-1313. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 13.
cite-note-1414. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 30.
cite-note-1515. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 64.
cite-note-1616. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 108.
cite-note-1717. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 70 ff.
cite-note-1818. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 48/49.
cite-note-1919. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 16.
cite-note-2020. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 16 ff.
cite-note-2121. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 27.
cite-note-2222. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 101.
cite-note-2323. â Robert M. Sonntag: Die Scanner. 1. Auflage. Fischer Kinder- und Jugendtaschenbuch, 2023, ISBN 978-3-596-85537-7, S. 129.
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